09.01.2014

Neue Modelle in der Rentenversicherung

Die ersten Versicherer prüfen jetzt, wie sie ihren Kunden bessere Renditen in Aussicht stellen können, ohne Garantien ganz zu streichen. Wir haben die unterschiedlichen Garantiemodelle genauer betrachtet.

 

Klassische Rentenversicherung

 
 

Der Sparbeitrag fließt in den Deckungsstock des Versicherers. Für diesen gelten strikte Vorgaben hinsichtlich Sicherheit und Anlagemöglichkeiten. Das Kapital wird mit dem Rechnungszins verzinst. Erwirtschaftet der Versicherer höhere Erträge als kalkuliert, erfolgt eine zusätzliche Gutschrift über die Gewinnbeteiligung. Die versicherte Rente ist in voller Höhe garantiert.

 
 

Fondsgebundene Rentenversicherung

 
 

Der Sparbeitrag wird in Investmentfonds angelegt. Je nach Risikobereitschaft stehen chancenorientierte (z.B. Aktien-) oder sicherheitsorientierte Fonds (z.B. Rentenfonds) zur Wahl. Mischformen sind möglich, ebenso Wechsel des oder der Fonds. Das Anlegerrisiko trägt der Kunde. Manche Tarife bieten eine Option auf Garantie der gezahlten Beiträge bei Ablauf. Nicht alle Versicherer schreiben den Umrechnungsfaktor für die spätere Rente fest.

 
 

Neue Garantiemodelle

 
 

Sie sind zumeist eine Mischung aus klassischer und fondsgebundener Variante. Davon sollen Kunde und Versicherer profitieren. Der Versicherer erhält mehr Spielraum in der Kapitalanlage, weil er weniger Garantien stemmen muss. Der Kunden hat die Chance, von steigenden Zinsen stärker zu profitieren als bei der Klassikvariante, ohne ganz auf Sicherheit zu verzichten. 

 

Welches Modell angebracht ist, entscheidet sich an der Risikobereitschaft des Anlegers. Optimisten verzichten auf Garantien und hoffen auf höhere Erträge. Wer auf der sicheren Seite stehen will, ist mit der klassischen Rentenversicherung bestens bedient. Fondsgebundene Verträge können sehr unterschiedlich gestaltet sein. Hier ist eine genaue Analyse gefordert.

Unser Tipp:  Ob mit oder ohne Garantiezins, die private Rentenversicherung ist und bleibt eine wichtige Altersvorsorge.